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SPORT / Samstag, 17. Juli 2010
Hohem Tempo gewachsen sein
Handball Unter neuem Namen bereiten sich die Lakers Stäfa auf ihre vierte NLA-Saison vor
Gestern Freitag schlossen die Lakers Stäfa die erste Vorbereitungsphase auf die am 3. September beginnende NLA-Saison ab. Die Athletik stand in den vier Trainings pro Woche im Vordergrund.
David Bruderer
 
Andreas Portmann, der neue Goalie von NLA-Aufsteiger Lakers Stäfa, stellt die Teamkollegen mit seiner Reichweite im Training vor einige Probleme. (Reto Schneider)
 

16 Springseile zischen in der Stäfner Frohberg-Halle durch die Luft, 32 Füsse hüpfen auf und nieder. Die Stäfner Handballer bereiten sich unter der Leitung von Markus Jud auf die vierte NLA-Saison in der Klubgeschichte vor. Manch einen Schweisstropfen haben die 17 Kaderspieler in der Vorbereitungsphase I, die Mitte Juni begann und gestern Freitag endete, vergossen. Auch von der herrschenden Hitze liessen sie sich nicht stoppen, zumal die klimatischen Bedingungen in der Halle für alle ganz passabel waren.

Weil der Meisterschaftsbetrieb im Frühling länger dauerte als in andern Jahren, verkürzte sich die Vorbereitungszeit. «Spezialtrainings lagen deshalb nicht drin», sagt Markus Jud. Kampfsporteinheiten wie 2009 gabs deshalb keine. Zweimal trainierten die Stäfner aber gemeinsam mit NLA-Absteiger Yellow Winterthur, der von Oliver Roth betreut wird. «Es war ganz gut, mal nicht gegen Mitspieler angreifen zu müssen», meinte Stäfas Kreisläufer Thomas Michel.

Nur Physiotherapeutin verletzt

Testspiele bestritten die Stäfner bewusst noch keine. «Die physische Belastung in der ersten Phase ist enorm, das Verletzungsrisiko wäre zu gross», ist Trainer Jud überzeugt. Neue Blessuren sind - mit einer Ausnahme - ausgeblieben. Physiotherapeutin Conny Anderes zog sich in der Freizeit eine schwere Knieverletzung zu und wird vorübergehend von Adriaan Brouwer vertreten. Die noch rekonvaleszenten Akteure machen derweil Fortschritte. Tobias Bosshard, der Anfang Dezember einen Kreuzbandriss erlitten hatte, kann bereits wieder mittun, muss aber immer wieder Pausen einlegen. Der Däne Jimmi Riis ist nach einer Schulteroperation beschwerdefrei und durfte eine Woche früher in den Heimaturlaub fahren. Einziges Sorgenkind ist Sandro Grimm. Der 21-Jährige kugelte sich in den Aufstiegsspielen eine Schulter aus und darf noch nicht mit dem Ball arbeiten.

Die Sprintübungen nach dem Springseilen kann Grimm jedoch ebenfalls absolvieren. Dann dürfen die Handballer mit «Jabulani» ihre fussballerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dabei glänzt Markus Jud als Torschütze. Der Trainer, der seine vierte Saison in Stäfa in Angriff nimmt, hat den Schwerpunkt in der Vorbereitungsphase I auf die Schnelligkeit gelegt. «In der NLA ist das Tempo höher, man muss viel schneller Entscheidungen treffen», erklärt der 48-Jährige.

Lob für Goalie Portmann

Wenn alles optimal laufe, liege Platz 8 oder 9 drin, ist Jud überzeugt. «Unsere jungen Spieler sind ein Jahr reifer geworden, und mit Andreas Portmann (23) und Lukas Huwiler (20) haben wir die Abgänge von Gian Ryffel und Roland Siegenthaler mehr als kompensieren können.» Goalie Portmann stelle seine neuen Teamkollegen in jedem Training vor schier unlösbare Probleme, wolle jeden Ball «fressen». Linkshänder Huwiler habe zwar athletisch und läuferisch noch einiges Steigerungspotential, urteilt Jud. «Dafür hat er einen sehr guten Wurf und ist zweikampfstark.» Die Lücke, welche Huwiler im rechten Rückraum des KTV Altdorf hinterlassen hat, füllt mit Peter Szilagyi übrigens ein ehemaliger Stäfner. Der 36-jährige Slowake ist ein Landsmann des neuen Trainers Jan Sedlacek.

Bis 3. August trainieren die Stäfner Spieler nun individuell. Dann geht es Schlag auf Schlag. Es folgen Trainingsspiele gegen slowakische, deutsche und österreichische Teams. In Albstadt absolvieren die Lakers ihr schon zur Tradition gewordenes viertägiges Kurztrainingslager. Auf dass sie am 3. September um 20 Uhr bereit sind, wenn sie auswärts auf GC Amicitia Zürich treffen.

 
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