2009 war nicht das Jahr des Dominique Stark. Der Rennfahrer aus Horgenberg hatte während der ganzen Saison immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, kam deshalb nie richtig auf Touren und verlor infolgedessen seinen Platz im Kontinental-Team Atlas Romers. «Das war hart, weil ich ja gar nie fit war und mein Potenzial daher nie ausschöpfen konnte», gesteht Stark.
Dies ist nun vergessen. Im Winter konnte sich Stark auskurieren und im Frühling gut vorbereiten. Von Woche zu Woche wurde seine Form besser. «Da ich auf mich allein gestellt war, brauchte ich zwar etwas länger, aber jetzt passt es ganz gut.» Dass mit ihm im ersten Teil der Bahn-Schweizer-Meisterschaft von kommendem Montag und Dienstag auf der offenen Rennbahn Oerlikon zu rechnen ist, unterstrich Stark mit zwei Laufsiegen an den Dienstagabendrennen auf selbigem Oval. Hoch einzuschätzen sind auch seine Leistungen an der SM auf der Strasse und im Zeitfahren, wo er in der U23-Kategorie die Ränge 5 respektive 6 belegte - obwohl er grippegeschwächt antrat. «Entsprechend sind meine Erwartungen für die Bahn-SM gestiegen», sagt Stark, der in Oerlikon in vier Disziplinen (Einzelverfolgung, Scratch, 1000-m-Zeitfahren und Punktefahren) starten wird. Am meisten rechnet er sich in der Einzelverfolgung aus, wo er 2007 den Titel errang. Härtester Gegner dürfte wie damals - und in den meisten diesjährigen Titelrennen - Rekord-Schweizer-Meister (23 Titel) Franco Marvulli sein. Menzi setzt auf Omnium
Ebenfalls mit Medaillenchancen geht Bruno Menzi an den Start. Der Weesner tritt in den Sparten Scratch, Punktefahren und dem neu im Programm stehenden Omnium an. Letzteres kommt dem bulligen Fahrer sehr entgegen. «Mein Vorteil ist, dass ich mich in allen Teildisziplinen (Sprint, Keirin und Ausscheidungsfahrern; Red.) gut zurechtfinde», erklärt der 27-Jährige, der deshalb darauf hofft, endlich seinen ersten Meistertitel einfahren zu können («Zweiter und Dritter war ich oft genug»).
Die Chancen, dass es diesmal klappt, sind jedoch nicht besser als in früheren Jahren. Einerseits hat Menzi sein Arbeitspensum in der Firma seines Bruders stetig erhöht (aktuell 90 Prozent), andererseits hatte er in der Vorbereitung mit Knieproblemen zu kämpfen. «Die sind jetzt behoben. Um es aufs oberste Treppchen zu schaffen, muss jedoch auch die Tagesform stimmen und das nötige Glück auf meiner Seite sein - gerade im Scratch, wo es darauf ankommt, den richtigen Abgang oder im Schlussspurt das beste Hinterrad zu erwischen.» |