Bruno Hug polarisiert. Es kursieren viele Anekdoten über den umtriebigen Verleger. Im Umfeld der Rapperswil-Jona Lakers gibt es kaum jemanden, der nicht einmal einen seiner legendären Wutausbrüche mit- erlebt hat, oder einen solchen über sich ergehen lassen musste.
Hug hat sich 24 Jahre lang mit viel Herzblut für das professionelle Eishockey am Obersee eingesetzt – und er hat viel erreicht. Ohne Hug wären die Lakers nicht ein fixer Punkt auf der Schweizer NLA-Eishockey-Landkarte geworden. Mit seiner Weitsicht, seinem Kampfeswil-len und seiner Fähigkeit, Leute für etwas zu begeistern, machte er aus einer grauen Maus einen leuchtenden (eisblauen) Schwan.
Der Klub wurde zu seinem Kind. Und jedem, den er als potenzielle Gefahr für dieses sah, bot Hug kompromisslos die Stirn. Zu spüren bekamen dies nicht nur die Medienleute, die Hug schnell einmal als ständigen Gefahrenherd ausmachte, sondern immer wieder auch Liga-Verantwortliche oder zuletzt ein Teil der eigenen Anhänger. Ob nun die gewalttätigen «Fans» oder die uneinsichtigen SCRJ-Nostalgiker: Für Hug war schnell einmal klar, dass beide Gruppen eine Gefahr für die Lakers sein können, und so setzte er sich – einmal mehr – mit aller Kraft zur Wehr.
Der Konflikt um Fantraditionen und Gewalt machte Hug zu schaffen. Die Fronten waren zuletzt verhärtet, und Hug setzten die Angriffe auf seine Person immer mehr zu. Nun hat er die Konsequenzen gezogen. Er zieht sich zurück und macht anderen Leuten Platz. Das ist gut so. Eine neue, unbelastete Führungsriege übernimmt das Ruder. Zum richtigen Zeitpunkt.
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